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Warum Einzeltraining beim Hund ?
Im Einzeltraining kann ich individuell auf die Eigenarten von Hund und Halter eingehen. Wenn Sie zu einer Übungsstunde kommen, bei der bis zu 10 Hunde trainiert werden, so hat der Trainer für jeden Hund 5 Minuten Zeit- das ist nicht genug. Da müssten Sie jeden Tag zum Training kommen, um einen Erfolg zu sehen. Wenn Sie dann die Zeit rechnen, in der der Trainer sich tatsächlich um Sie kümmert, so ist die Einzelstunde bei mir auch vom Preis her günstiger.
Die meisten meiner Kunden kommen übrigens nach dem Erstgespräch, dieses ist obligatorisch, da ich zunächst die Situation und den Hund kennenlernen muss, mit einem Kurs von 4  bis 6 Stunden aus. 
 

Warum nicht auf dem Hundeplatz ?
Ich trainiere grundsätzlich nicht nur auf unserem Platz, weil Hunde situations- und ortsbezogen lernen und mit dem Platz sofort eine Übungssituation verbinden. Wir wollen ja im wirklichen Leben mit den Hunden gut zurecht kommen.
 Je nach Problem findet das Training auch im häuslichen Umfeld statt.

    Trainingsmethoden mit Hund und Mensch
    Es gibt keine universelle Trainingsmethode, die man auf jeden Hund anwenden kann. Deshalb findet vorab immer ein Erstgespräch mit Anamnese statt, wo ich ich versuche möglichst viel über den Hund, seinen Halter und die ihre ganz spezielle Beziehung zu erfahren. Dann erst kann ich entscheiden, wie das Problem mit Ihnen und dem Hund gemeinsam gelöst werden kann. Wissenschaftlich folge ich Verhaltensbiologen wie Marc Beckoff, Eric Ziemen oder Jane Gooddall, und betrachte den Hund zunächst als Individuum und als ganz spezielle Persönlichkeit, die er durch seine Ontogenese und persönlichen Erfahrungen geworden ist.
    Und: Der Hund ist keine Konditionierungsmaschine. Auch andere Tiere sind es nicht.
     Ich vertrete  die These das Tiere  eine   Theorie of mind haben, das heißt sich in andere Tiere und auch in  Menschen  hineinversetzen können.

    Bei unerwünschtem Verhalten wie zum Beispiel Aggression arbeite ich nicht nach der Methode der Konfliktvermeidung oder mit Ablenkung, da sich dies in der Praxis als untauglich erwiesen hat, weil der Hund immer die Wahlmöglichkeit hat und im Zweifelsfall wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfällt.
    Hier arbeite ich repressiv- hemmend. Außerdem benutze ich oft zunächst einen Maulkorb . Das heißt nichts anderes, als das der Hund durch den Besitzer, der die Führungsrolle übernimmt, konsequent am unerwünschten Verhalten gehindert wird. Aber das hat nichts mit wildem Geschrei oder Brutalität zu tun.  Dem Hund wird vielmehr souverän und unmissverständlich klar gemacht, daß dieses spezielle Verhalten nicht mehr geduldet wird. Dies kann dem Hund durch subtile Einwirkung in Hundesprache vermittelt werden, und diese findet oft nonverbal, meist auf körperlicher Ebene statt.  Raum zu beanspruchen ist dabei ganz wichtig. Wir bleiben dabei immer ganz ruhig und werden auf keinen Fall emotional. Das der Hund dabei Stress hat, ist manchmal unvermeidbar, aber wichtig für den Trainingserfolg. Das ist aber sicher besser, als ein Leben lang an der Leine. Man muss vielleicht mal etwas machen, was nicht schön ist, aber langfristig ein entspanntes Miteinander von Mensch und Hund fördert.

 Misstrauen Sie einem Trainer, der Ihren Hund sofort in eine Schublade steckt, der sich aggressiv mit dem Hund auseinandersetzt! Dies ist laienhaft, weil hier auf der falschen Ebene mit dem Hund kommuniziert wird.
Und aggressives Verhalten wird so eher provoziert als gehemmt.

Auch wenn Ihnen jemand suggerieren will, daß ein aggressiver Hund mit sogenannter positiver Verstärkung, sprich Leckerlis oder Spielzeug zu ändern wäre, ist Vorsicht angebracht. Es besteht die Möglichkeit, daß man den Zeitpunkt des Handels falsch einschätzt und der Hund sich schon im Bereich der Drohung befindet. Eine Drohung kann schon ein Blick oder eine Körperanspannung sein! Gibt man dann ein Spielzeug oder Leckerli würde man das Verhalten verstärken und es tritt öfter auf.   Ähnlich ist es bei anderen Fehlverhalten !
Außerdem wird bei solchen Methoden die soziale Fragestellung in der Mensch- Hund Beziehung außer Acht gelassen. Man mogelt sich aus der Situation heraus, dabei sollte hier der Hund lernen, sich am Menschen zu orientieren und den Konflikt an ihn abzugeben.
Aber: Wenn Sie als Hundehalter einen Konflikt annehmen wollen, müssen Sie auch dazu in der Lage sein! Deshalb muss hierzu unbedingt Vorarbeit geleistet werden und dies geschieht im häuslichen Bereich. Hier sollten Strukturen im täglichen Leben verändert werden, um dem Hund den souveränen Status des Menschen klar zumachen. Eine individuelle Anleitung hierzu bekommen Sie nach dem Erstgespräch, ein häusliches Programm für Sie und den Hund.
Nur durch Veränderung des eigenen Verhaltens erreicht man Veränderungen  im Verhalten des Hundes.

 

Weiterbildung
Selbstverständlich ist für mich der Besuch von Seminaren , auf denen ich mich weiterbilde und aufgrund derer ich meine Arbeitsmethoden erneut kritisch hinterfrage. Neue Erkenntnisse in der Verhaltensforschung gehen in meine Arbeit ein, ebenso wie Ergebnisse meiner eigenen Forschungsprojekte (Chronobiologie des Haushundes, Verhalten von Wildcaniden).
Wie in der Forschung gilt auch im sozialen Miteinander von Mensch und Hund der Grundsatz:
Alles ist im Fluss!

 

Ist die Rudelstellung angeboren?
Bei Säugetieren ist die Rangordnung das Ergebnis eines sozialen Verhaltens der Gruppenmitglieder und äußerer Einflüsse. Das heißt die soziale Position, die das Individuum einnimmt ist erworben, nicht angeboren. Dies hat einen Selektionsvorteil: Flexible Anpassungen an neue Situationen und an temporäre Umweltbedingungen. Die Stellung im Rudel wird in der Ontogenese erworben, es wäre sinnlos diese bei Säugetieren genetisch zu fixieren .   Man bedenke nur das in einem Rudel  Tiere sterben oder abwandern können, dann wäre die Gruppe ohne Führung und nicht überlebensfähig, wenn nicht ein anderes die Gruppe führen könnte. Was es gibt sind bestimmte Charaktereigenschaften, die bestimmte Individuen zu Rudelführern machen können. Bei meiner Arbeit mit den Afrikanischen Wildhunden gab es Hinweise auf die Kopplung von Fellfarben mit bestimmten Charaktereigenschaften. Doch das allein bestimmt nicht die Stellung im Rudel, sondern ist schon wieder eine Schublade. Denn: Charakter formt sich erst im Umgang mit anderen und durch Außenreize, hierzu gibt es jede Menge Forschung von Neurobiologen. Nur ungefähr ein Drittel der Eigenschaften  bei Säugetieren ist  genetisch bestimmt. Bei Insekten sieht das anders aus! Siehe der Insektenstaat wo man als Königin , Arbeiterin oder Drohne geboren wird.
Wer diesem Denken zustimmt, würde wie Descarte das  Tier als Maschine betrachten, damit haben wir spätestens seid Jane Goodall , Konrad Lorenz und vielen anderen  abgeschlossen. Die Theorie der angeborene Rudelstellung ist ein Lachnummer.
 

Podenco-Mischlinge

Aus Spanien: Bender und Tippie, angekommen im neuen Zuhause.
 

Copyright: Kyno-logische-Schule für Mensch und Hund by Sylvia Rütten, Rüdesheim